Prävention

Prävention

Häufig beginnen Ess-Störungen in der Pubertät. In dieser Zeit des Umbruchs wird das Selbstwertgefühl von Heranwachsenden stark vom äußeren Erscheinungsbild beeinflusst. Sich selbst annehmen und die eigene Identität finden, sind wichtige Entwicklungsaufgaben auf dem Weg zum Erwachsen werden. Jugendliche dafür frühzeitig zu stärken, trägt zur Vorbeugung von Essstörungen bei. Angesichts des allgegenwärtigen Schlankheits- bzw. Schönheitsideals ist die Entwicklung eines wertschätzenden Körpergefühls ebenso notwendig wie ein kritisches Medienbewusstsein.

Damit Essen oder Hungern  nicht als Lösungsversuch für seelische Belastungen gewählt wird, benötigen Kinder und Jugendliche angemessene Bewältigungsstrategien, um auf psychische Anforderungen reagieren zu können. Den Zusammenhang von Gefühlen und Essverhalten zu erkennen, ist genau wie die Entwicklung eines natürlichen Essverhaltens mit dem Gespür für Hunger, Sättigung und Genuss eine bedeutende Fähigkeit. Unterstützt wird sie durch Wissen über die schädlichen Auswirkungen von gewichtsregulierenden Verhaltensweisen.

Wirksame Prävention von Ess-Störungen bezieht Eltern, LehrerInnen, pädagogische Fachkräfte, SporttrainerInnen und MedizinerInnen mit ein. Sie benötigen Informationen, um Warnsignale frühzeitig erkennen und rechtzeitig angemessen handeln zu können. Dazu gehört auch, sich der eigenen Vorbildfunktion bewusst zu sein und den Jugendlichen verantwortungsvoll und wertschätzend zu begegnen.

In Köln halten einige Institutionen unterschiedliche Bausteine zur Prävention von Ess -Störungen bereit: das Angebot reicht von Fortbildungen für Eltern und Multiplikatoren über geschlechts- und zielgruppenspezifische Aktivitäten für Kinder und Jugendliche sowie Praxis-Materialien  wie z.B. den Methodenkoffer Ess-Störungen, mit dessen Hilfe eigenständig Veranstaltungen durchgeführt werden können.