Prävention ist das A und O einer dauerhaften Gesundheit

Essstörungen

Häufig beginnen Gesundheitsprobleme, die mit der Ernährung zusammenhängen in der Pubertät. In dieser Zeit des Umbruchs wird das Selbstwertgefühl von Heranwachsenden stark vom äußeren Erscheinungsbild beeinflusst. Sich selbst annehmen und die eigene Identität finden, sind wichtige Entwicklungsaufgaben auf dem Weg zum Erwachsen werden. Jugendliche dafür frühzeitig zu stärken, trägt zur Vorbeugung von psychischen Störungen und körperlichen Problemen bei. Angesichts des allgegenwärtigen Schlankheits- bzw. Schönheitsideals ist die Entwicklung eines wertschätzenden Körpergefühls ebenso notwendig wie ein kritisches Medienbewusstsein.

Auslöser sind oft seelische Belastungen

Damit Essen oder Hungern  nicht als Lösungsversuch für seelische Belastungen gewählt wird, benötigen Kinder und Jugendliche angemessene Bewältigungsstrategien, um auf psychische Anforderungen reagieren zu können. Den Zusammenhang von Gefühlen und Essverhalten zu erkennen, ist genau wie die Entwicklung eines natürlichen Essverhaltens mit dem Gespür für Hunger, Sättigung und Genuss eine bedeutende Fähigkeit. Unterstützt wird sie durch Wissen über die schädlichen Auswirkungen von gewichtsregulierenden Verhaltensweisen.

Wirksame Prävention

Wirksame Prävention von Ess-Störungen bezieht Eltern, LehrerInnen, pädagogische Fachkräfte, SporttrainerInnen und MedizinerInnen mit ein. Sie benötigen Informationen, um Warnsignale frühzeitig erkennen und rechtzeitig angemessen handeln zu können. Dazu gehört auch, sich der eigenen Vorbildfunktion bewusst zu sein und den Jugendlichen verantwortungsvoll und wertschätzend zu begegnen.

Einige Institutionen halten unterschiedliche Bausteine zur Prävention von Ess -Störungen bereit: das Angebot reicht von Fortbildungen für Eltern und Multiplikatoren über geschlechts- und zielgruppenspezifische Aktivitäten für Kinder und Jugendliche sowie Praxis-Materialien, mit dessen Hilfe eigenständig Veranstaltungen durchgeführt werden können.

Elementar ist es, dass Kinder schon früh lernen, was eine gesunde Ernährung ist und welche Lebensmittel wichtige Nährstoffe enthalten, die der Körper in bestimmten Mengen braucht. Geben Sie Ihren Kindern mindestens 5 Gründe warum gesunde Ernährung wichtig ist mit an die Hand.

Unterschiedliche Formen

Ess-Störungen sind schwerwiegende psychosomatische Erkrankungen mit suchtähnlichem Verlauf. Sie  können sich in unterschiedlichen Formen zeigen.

Gemeinsam ist, dass die Gedanken der betroffenen Menschen ständig um Essen und Nichtessen und um Figur und Gewicht kreisen.

Das unbeschwerte Essen ist nicht mehr möglich. Das Thema Essenverhalten dominiert das gesamte Leben und kann lebensbedrohliche Auswirkungen haben.

Die Symptome können oft  ähnlich sein  und es gibt auch Mischformen. Im Laufe einer Krankheitsentwicklung kann eine Form in die andere übergehen.  Die nicht typischen Ess-Störungen spielen  in der Praxis oft eine größere Rolle.